ARTIKEL „Weder Superman noch Prothesengott. Der Human-Enhancement-Diskurs schliesst heute innere Transformation ein“

Hin zum Übermenschlichen?

Der alte Traum von Technologien, die den menschlichen Körper überwinden.

Ein Ausschnitt aus dem im März 2020 mit Christopher Coenen erschienen Artikel in der Psychoscope.

„Doch auch Techniken der inneren Transformation dienen letztlich der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit und deren Ausweitung. In östlichen wie in westlichen Philosophie- und Kontemplationstraditionen sind die Wahrnehmungsfähigkeit und die prozesshafte und ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit und des Körpers Grundlagen für Selbsterkenntnis und Selbstrealisierung. Die Veränderung der Wahrnehmung betrifft zudem die Weise, wie Wissen generiert und auf Kreativität und Intuition zurückgegriffen werden kann. Methoden dazu entstammen beispielsweise der Yoga-Tradition und dem tibetischen Buddhismus. Körper- und Atemübungen werden mit Visualisierungen und Rezitationen verbunden. Erweiterte Wahrnehmung dieser Art dient dazu, sich in Geistesruhe, Offenheit und Präsenz zu üben und zu lernen, mit Emotionen, Sinneseindrücken und Gedanken vorurteilsfrei umzugehen.

Einige transhumanistische Ethiker hoffen auf „Moral-Enhancement“, vor allem durch Medikamente. Auch hier geht es allerdings nicht mehr um Superman-Visionen oder gar Gottgleichheit, sondern darum, Menschen zu moralisch etwas besseren Menschen zu machen. Gegen diesen Wunsch ist sicherlich nichts einzuwenden. Über die Mittel zur Realisierung dieses Ziels lässt sich aber trefflich streiten.“

Der vollständige Artikel ist im Print oder Online zu lesen bei Psychoscope.

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